Ein Traumberuf für Dominik Kliska
Ein Traumberuf für Dominik Kliska

(Trierischer Volksfreund, 30. Oktober 2009; Mechthild Schneiders)

Wer in der Schule Schwächen zeigt, erhält häufig keinen Arbeitsplatz in einem Unternehmen, sondern macht eine außerbetriebliche Ausbildung. Anders Dominik Kliska. Der Absolvent der Maßnahme „Berufsvorbereitung“ der Caritas Trier hat bei Heiner Schwebach eine Lehrstelle erhalten.

„Es gefällt mir saugut hier, ich fühle mich sehr wohl.“ Dominik Kliska hat über Umwege seinen Traumberuf gefunden. „Eigentlich wollte ich KFZ-Mechatroniker werden“, erzählt der 18-Jährige. Doch nach einem Praktikum habe er gemerkt, dass ihm das nicht liegt. Als er dann ein weiteres in einem Malerbetrieb machte, hatte er seine Berufung und seinen Beruf entdeckt.

Doch der Weg zur Ausbildung war lang: Hauptschulabschluss, Berufsvorbereitungsjahr – und immer noch keinen Ausbildungsplatz. So habe er sich bei der Maßnahme „Berufsvorbereitung“ der Caritas in Trier-Ehrang beworben, auch, weil seine Schwester so eine Lehrstelle gefunden hatte. Dort schnuppern Jugendliche, die gefördert werden, in verschiedene Berufe hinein und legen mit Hilfe der Betreuer ihren Berufswunsch fest. „Während dieser Zeit suchen wir Praktika-Stellen in Betrieben mit möglicher Ausbildungs-Chance“, sagt Bildungsbegleiterin und Sozialpädagogin Katrin Lauter. So kam Dominik zu Malermeister Heiner Schwebach nach Irsch/Saar.

Maler und Lackierer – inzwischen ein Traumberuf für Dominik Kliska

Aus der Praktikumswoche sei bei Dominik der Wunsch nach einer Ausbildung entstanden, so der 59-Jährige. Da er dem Jugendlichen empfohlen hat, noch in andere Unternehmen zu gehen, war Dominik beim Bürgerservice. „Ich wollte aber eine Ausbildung im Betrieb machen“, sagt er. „Das kam für uns etwas überraschend“, gibt Schwebach zu, „weil wir unseren Ausbildungsplatz bereits vergeben hatten.“ Die Entscheidung für einen zweiten Lehrling sei aus dem Team gekommen. „Die wollten, dass er eine Lehre macht.“

Seit August lernt Dominik jetzt den Maler-Beruf und hat sich trotz anfänglicher Schüchternheit gut ins Team integriert, wie sein Chef bestätigt. „Er arbeitet ständig mit anderen Kollegen und wird gerne mitgenommen.“

„Ich hab bei ihm Potenzial gesehen“, sagt Katrin Lauter von der Caritas. „Dominik war in Theorie und Praxis der Beste.“ Er habe Defizite, „aber er macht eine Lehre, damit er diese ausmerzt“. Zudem habe er Anspruch auf Nachhilfe. Dass ein Jugendlicher aus der Maßnahme eine Ausbildungsstelle im ersten Arbeitsmarkt erhalte, sei selten, weiß die 30-Jährige.

„Oftmals sind die Jugendlichen so schwach, schulisch, persönlich, sozial, dass sie nur eine außerbetriebliche Ausbildung schaffen.“ In der Regel seien es nur zwei bis drei von 24, die eine „normale“ Stelle fänden. „Dominik ist so ein Glücksfall.“ Sein Chef jedenfalls ist optimistisch, „dass er nach drei Jahren seinen Beruf gefunden hat und Malergeselle bleibt“.

Extra Berufsvorbereitung bei der Caritas: Die Maßnahme „Berufsvorbereitung“ der Caritas Trier hilft benachteiligten Jugendlichen, eine Ausbildungsstelle zu finden. Sie dauert elf Monate und beinhaltet eine sozialpädagogische Begleitung. Finanziert wird die Maßnahme von der Agentur für Arbeit. Bei den Kooperationspartnern Bürgerservice (Trier) und Don Bosco (Welschbillig-Helenenberg) machen die Teilnehmer ihre Berufsorientierung und Berufserkundung in den Bereichen Farbe, Metall und Holz. Zudem werden Praktika absolviert. (mehi)

Mit Unterstützung in den Traumberuf

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