Kein trockenes Thema – Trockenbau, Akustik, Licht

Unser Werkstattgespräch war wieder ein voller Erfolg. Mit dem Aufbau einer Trockenwand mit den verschiedenen Elementen, konnten wir unseren Kunden viele Dinge anschaulich aufzeigen und erklären.
Wir hatten zwei Trockenwände aufgebaut. Hier gab es zum einen eine Trockenwand aus Metallprofilen mit verschiedenen Profilgrößen. Die Montage erfolgt hier mit sog. U-Schienen an Boden und Decke.
Ein ganz wichtiges Element bei einer solchen Wand, ist die Entkopplung der U-Schiene durch ein Trennband. Dieses Trennband verhindert, dass akustische Schwingungen übertragen werden.
CW-Profile aus Metall werden zugeschnitten und in das Rastermaß eingebaut. Der Hohlraum wird mit Mineralwolle, oder organischen Dämmstoffen (z. B. Hanf) verfüllt. Die Bekleidung der Ansichtsseiten wird relativ einfach und schnell mit Gipskartonplatten gemacht. Dabei kann man einlagig arbeiten, oder eine doppelte Lage Gipskartonplatten verbauen. Die doppelte Lage hat den Vorteil, dass Spannungen abgebaut werden und die Masse der Wand ganz entscheidend zum Schallschutz beiträgt.
So kann die Wandbekleidung auch durch OSB-Platten verstärkt werden. Die Masse der Wand wirkt sich positiv auf die Schallreduktion aus. Die OSB-Platte macht die Wand aber vor allem auch belastbar (z. B. wenn die Wand auch Schränke und Haken tragen soll).
Alternativ zur Metallkonstruktion, kann auch eine Holzkonstruktion im Trockenbau verwendet werden. In diesem Zusammenhang verwenden wir dann auch gerne Rigidur Gipsfaserplatten, die reich an Masse sind und somit belastbar und gut in der Schallreduktion sind.
Wir erleben es oft, dass eine Trockenwand direkt vor eine Abgrenzungswand gesetzt wird, genau damit der Schall nicht von der Nachbarwohnung übertragen wird. In diesem Fall darf die Wand nicht bündig zur anderen Wand gebaut werden und die beiden Wände dürfen auch nicht durch Schrauben und Streben verbunden werden. Ansonsten überträgt sich der Schall von einer auf die andere Wand.

Wie funktioniert Schallschutz bei der Decke?

Ganz ähnlich, wie bei einer Trockenwand. Auch hier gilt, dass die Decke entkoppelt werden muss. Die Entkopplung hilft gegen Schall. Allerdings ist es schwieriger „Masse“ an der Decke zu verbauen. Problemlösungen im Bereich Decke widmen sich daher eher einem anderen Problem - dem Hall. Hier lassen sich leichte Elemente verbauen (z. B. OWA-Systeme), die eine hohe akustische Absorptionsfähigkeit haben.
Für jeden Raum lässt sich eine optimale Nachhalldauer ermitteln. Boden und Wänden werden bei raumakustischen Belangen meistens weniger berücksichtigt, woraus sich die Anforderung an die Absorption durch die Decke ergibt.
Insgesamt ist Hall ein wesentlich komplexeres Thema, da es um die Quellenbestimmung und auch den gewünschten Nachhall geht. Ein vollständiges Verschlucken des Schalls ist auch nicht erwünscht.
OWA-Systeme werden sehr gerne in Räumen mit hohem Publikumsverkehr eingesetzt. Im privaten Bereich geschieht dies noch seltener.
Hier kommen eher Elemente zum Einsatz, um nachträglich, punktuell den Hall zu reduzieren. Wir verwenden hier sehr gerne CapaCoustic Melapor Elemente, die optisch ansprechend sind und mit einer Spezialfarbe noch farblich gestaltet werden können, ohne ihre Absorptionsfähigkeit zu verlieren.
Wenn zuvor die Akustik richtig ausgemessen wird, sind diese Elemente sehr wirkungsvoll und können verhindern, dann Menschen krank werden. Dass Lärm krank macht, wird leider oft vergessen.

Licht

Neben Lärm ist Licht auch ein ganz wichtiges Element, wenn es um das Wohlfühlen in den eigenen Wänden geht. In unserem Werkstattgespräch konnten wir an einer Trockenbauwand demonstrativ zeigen, wie kreative, innovative Beleuchtungselemente eingesetzt werden können, die sich organisch in die Wand einfügen und ein warmes, indirektes Licht erzeugen. Hier verwenden wir sehr gerne Gipsmodule von dem österreichischen Architekten Georg Bechter.
Wieder konnten unsere Kunden einige Techniken kennenlernen und wir konnten als Schwebach-Team zeigen, dass wir ganz konkrete Probleme nicht nur mit 0815-Methoden lösen können.

Unser Werkstattgespräch Trockenbau, Akustik, Licht

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