Unser 3. Werkstattgespräch in St. Lukas

Am 25. Mai fand in unserem Besucher- und Schulungszentrum St. Lukas das nunmehr 3. Werkstattgespräch statt. Zuvor hatten wir die Themen “Schimmel” und “Fensterflächen” behandelt. Nun stand also das Thema “Kalk” auf dem Programm und diesmal kombinierten wir das Werkstattgespräch mit Filmaufnahmen.

Hans erklärt die Arbeitsschritte beim Arbeiten mit Kalk

Diese gestalteten wir in Form eines Interviews mit Demonstration des Werkstoffes Kalk. Hier berichtete Senior Hans Schwebach von seinen Erfahrungen mit dem Werkstoff und wie man ihn verarbeitet. Die einzelnen Schritte und Techniken demonstrierten wir anschaulich an Arbeitsplatten, die wir eigens aufbereitet und aufgestellt haben. Lukas ist zwar auch ein Meister seines Faches, aber von Opa Hans konnte auch er noch einige neue Aspekte zu diesem Werkstoff lernen.

Kalk: ein uralter Werkstoff – heute topmodern

So beeindruckt Kalk durch seine Nachhaltigkeit. Denn in Deutschland gibt es viele Regionen mit Kalkvorkommen, in denen der Werkstoff dann lokal gewonnen und verarbeitet wird. So kam schon für Johann Schwebach (dem Gründer der Firma im Jahr 1927) der Kalkstein aus Wellen an der Obermosel.

Hans demonstrierte, wie der Kalkanstrich aufgetragen wird und welche Tricks es zu beachten gibt. In dieser Demonstration genügte ein einmaliger Anstrich der Platten und die Deckkraft war sehr beeindruckend. In der praktischen Anwendung lässt sich Kalk auch sehr gut überstreichen. D. h. wenn eine Wand neu gestrichen wird, so ist dies bei einem Anstrich Kalk auf Kalk ohne eine besonders aufwendige Bearbeitung des Untergrundes möglich. Nur sauber muss der Untergrund sein.

Kalk ist ein absolut natürlicher Werkstoff verwendet wird, der keinerlei chemische Zusätze enthält. So werden hier keine kritischen Stoffe in die Raumluft abgegeben und die Oberflächeneigenschaften helfen mit, den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren und die Luftqualität im Raum zu verbessern.

Für Lukas als Schimmelexperten ist Kalk ein interessanter Werkstoff. Durch seine alkalischen Eigenschaften ist er sehr gut geeignet, um Schimmel zu vermeiden. Hinzu kommt, dass es sich um ein anorganisches Material handelt, das dem Schimmel somit auch kein “Futter” bietet.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Kalk

Die Gestaltungsmöglichkeiten kommen beim Thema Kalk nicht zu kurz. Auch wenn in unserer Vorstellung sofort eine weiße Wand erscheint, so ist doch mit Pigmenten sehr viel möglich. Zum einen verwendeten wir ein Fertigpigment, haben dann aber auch eine Eigenkomposition angerührt und verarbeitet.

Bei den Aufnahmen hatten wir mit Tobias von der Lahr professionelle Hilfe. So arbeitet Tobias als Bildreporter für das Journal Trier-Luxemburg. Wir freuen uns schon auf das fertige Video, das wir hier auch online veröffentlichen werden.

Am 25. August 2018 findet mit dem Tag der Fassade unser nächstes Werkstattgespräch statt.

 

Werkstattgespräch Kalk